Mit der Landzahnarztquote Sachsen-Anhalt können seit dem Wintersemester 2025/26 bis zu 10,1 Prozent der Zahnmedizinstudienplätze an der Martin-Luthter-Universität Halle-Wittenberg als sogenannte Vorabquote an Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach dem Studium und der anschließenden Vorbereitungszeit in Sachsen-Anhalt für mindestens zehn Jahre in der vertragszahnärztlichen Versorgung in Regionen mit besonderem öffentlichen Bedarf in Sachsen-Anhalt tätig zu sein.
Die Abiturnote spielt bei der Bewerberauswahl im Rahmen der Landzahnarztquote nur eine untergeordnete Rolle.
Hier kann vielmehr punkten, wer bereits über eine einschlägige Berufausbildung oder berufliche Praxis im (zahn-)medizinischen Bereich verfügt.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Ergebnis eines Studierfähigkeitstests. Inhalt sind dabei Fragestellungen zur fachspezifischen Studierfähigkeit sowie zur Motivation und persönlichen Eignung für ein Zahnmedizinstudium und eine spätere Tätigkeit im Rahmen der vertragszahnärztlichen Tätigkeit in Sachsen-Anhalt.
Die einzelnen Kriterien werden wie folgt gewichtet:
Mit dem Beschluss des Gesetzes zur Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung in Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs des Landes Sachsen-Anhalt (Landzahnarztgesetz Sachsen-Anhalt – LZAG LSA) wurde im Jahr 2025 die Möglichkeit geschaffen, Zahnmedizinstudienplätze im Rahmen einer Vorabquote an Bewerberinnen und Bewerber zu vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium und der anschließenden Vorbereitungszeit für mindestens zehn Jahre an der vertragszahnärztlichen Versorgung in Gebieten mit besonderem öffentlichen Bedarf in Sachsen-Anhalt tätig zu sein.
Bitte machen Sie sich im Vorfeld Ihrer Bewerbung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Studiums im Rahmen der Landzahnarztquote vertraut. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Wer Zahnmedizin studiert, beschäftigt sich in den ersten Jahren vor allem mit theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen an Modellen. Der direkte Einblick in den Alltag einer Zahnarztpraxis kommt häufig erst später. Mit dem Patenpraxenprogramm bietet die KZV LSA den Studierenden nach der Landzahnarztquote Sachsen-Anhalt deshalb eine besondere Möglichkeit: Bereits während des Studiums können sie eine Zahnarztpraxis in Sachsen-Anhalt kennenlernen und über mehrere Jahre hinweg von ihr begleitet werden.
Durch die regelmäßigen Hospitationen in ihrer Patenpraxis lernen die Studierenden Schritt für Schritt, wie Diagnose, Behandlungsplanung, Praxisorganisation und Patientenkommunikation im Alltag zusammenwirken. Der Austausch wirkt als wertvolle Ergänzung zum Studium, weil theoretische Inhalte so besser eingeordnet werden können.
Das Patenpraxenprogramm bringt Studierende und Zahnarztpraxen frühzeitig zusammen. Dadurch entsteht bereits während des Studiums ein Netzwerk innerhalb der zahnärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt. Das bietet eine hilfreiche Orientierung bei der späteren Entscheidung für den beruflichen Einstieg.